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Aufgrund des durchweg positiven Feedbacks zur SKIL 2011 haben wir uns entschlossen, die SKIL auch in diesem Jahr fortzuführen. Doch in diesem Jahr wird es sportlich: die SKIL geht in die dritte Runde und stellt sich neuen Gegnern. In den letzten beiden Jahren haben die Studierenden der Informatik in Leipzig und Umgebung gezeigt, wie hoch das wissenschaftliche Niveau ist Leipzig ist. Nun ist es an der Zeit, alle Studierenden der Informatik und informatiknahen Studiengänge in Sachsen, Halle an der Saale und ganz Deutschland zu fragen:
Wie SKILled sind Sie?
Wir wollen Sie auch in diesem Jahr aktuell über die Vorbereitungen zur SKIL 2012 informieren. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir wieder zahlreiche Informationen zu unterschiedlichen Themen rund um eine wissenschaftliche Konferenz veröffentlichen (z.B. Call for Papers, Reviewprozesse, Details zur Konferenzplanung, usw.).
Den Call for Papers zur SKIL 2012 finden Sie auf unserer Webseite. Sie können uns auch auf Twitter folgen oder unseren RSS-Feed abonnieren.
In unserem vorherigen Beitrag haben wir einen Überblick über die wichtigsten Recherchequellen für wissenschaftliche Publikationen gegeben. Neben den spezifischen fachlichen Inhalten kann man „ganz nebenbei“ lernen, wie ein gutes Paper aufgebaut ist. Nur wenn man die Regeln des wissenschaftlichen Lesens kennt, kann man seinen eigenen Artikel verbessern und für den Leser oder die Leserin interessanter gestalten.
Der Leseprozess
Die inhaltliche Auseinandersetzung mit einem wissenschaftlichen Text ist anspruchsvoll. Dies zeigt sich auch daran, dass zahlreiche Veröffentlichungen sich mit diesem Thema befassen und unterschiedliche Methoden der Wissensextraktion beschreiben.
Doch wie genau liest man einen wissenschaftlichen Artikel? Srinivasan Keshav beantwortet diese Frage seinem Beitrag [1]. Der Autor beschreibt drei Phasen der Auseinandersetzung mit dem Text.
- Übersicht verschaffen: Der Text wird anhand seines Titels, dem Abstract, der Einleitung, der abschließenden Zusammenfassung und den Kapitelüberschriften bewertet. Diese Phase ist entscheidend. Der Leser oder die Leserin entscheidet in dieser Phase, ob der Beitrag für eine vertiefende Auseinandersetzung geeignet ist.
- Den Inhalt erfassen: In dieser Phase befasst sich der Leser oder die Lesering das erste Mal mit dem Inhalt des Textes und den dargestellten Diagrammen und Bildern. Während dieser ersten Sichtung sollten offene Fragen oder Verständnisprobleme zunächst noch ignoriert werden.
- Details verstehen: In dieser abschließenden Phase setzt sich der Leser oder die Leserin detailliert mit den Stärken und Schwächen des Beitrags auseinander und sollte anschließend alle beschriebenen Informationen und Probleme nachvollziehen können.
Das Wissen über die zuvor beschriebenen drei Phasen der Textauseinandersetzung lassen Rückschlüsse auf Ihren Beitrag zu. Bedenken Sie, dass die riesige Anzahl an verfügbaren Quellen es erfordert, schnell geeignete Quellen zu identifizieren. Überzeugen Ihr Titel oder Ihre Überschriften nicht, wird Ihr wissenschaftlicher Artikel womöglich trotz guten Inhalts nicht gelesen. Eine intensive Auseinandersetzung mit einem wissenschaftlichen Text kostet viel Zeit, die viele Menschen bei der täglichen Arbeit nicht haben. Legen Sie besonderen Wert beim Schreiben Ihres Beitrags auf den Abstract, die Einleitung und die Zusammenfassung! Weiterhin weißt Keshav darauf hin, dass Abbildungen und Tabellen von besonders großer Bedeutung sind.
Aus der dritten Phase lässt sich ableiten, dass der Leser oder die Leserin spätestens nach dem zweiten Lesen Ihres Beitrags den Inhalt Ihres Textes verstanden haben muss. Dies können Sie dadurch testen, indem Sie Ihr Paper von einer zweiten oder dritten Person lesen lassen. Fragen Sie gezielt nach, wie die Verständlichkeit und der Aufbau des Textes bewertet werden.
Den Inhalt erfassen
Bei der Erschließung eines wissenschaftlichen Textes – vor allem, wenn der Text in Ihre eigene Arbeit einbezogen werden soll – spielt die Anfertigung von Notizen eine besondere Rolle; ganz besonders dann, wenn Sie mehrere Quellen vergleichen oder in Beziehung setzen wollen. So geben u.a. [2] und [3] zahlreiche Hinweise zum Exzerpieren, Aggregieren und zur Organisation von Inhalten und Quellenangaben. Nehmen Sie sich Zeit, das Gelesene aufzubereiten und zu ordnen. Eine systematische Strukturierung des Wissens stellt die Basis für einen guten Artikel dar.
Literaturverzeichnis
[1] Srinivasan Keshav, How to Read a Paper, ACM Computer Communication Review, Juli 2007.
[2] Franck, Norbert ; Stary, Joachim: Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens : Eine praktische Anleitung. 16. Aufl. Paderborn : Schöningh, 2011 (UTB Schlüsselkompentenen, Kernkompetenzen 724). – ISBN 978-3825207243
[3] Balzert, Helmut ; Schäfer, Christian ; Schröder, Marion ; Kern, Uwe: Wissenschaftliches Arbeiten : Wissenschaft, Quellen, Artefakte, Organisation, Präsentation. 1. Aufl., 4. Nachdr. Herdecke : W3L-Verl, 2010 (Soft Skills). – ISBN 9783937137599
Für die Erstellung eines wissenschaftlichen Textes – unabhängig von der Art des Papers – ist es aus verschiedenen Gründen notwendig, zuvor andere Texte zu lesen.
- Ein Survey Paper gibt einen Überblick über den State of the Art zu einem bestimmten wissenschaftlichen Thema und fasst die bedeutendsten Veröffentlichung zusammen.
- Ein Systematic Literature Review vergleicht ebenfalls verschiedene Beiträge miteinander, jedoch zielt sie auf die Identifikation von offenen Forschungsfragen oder der Beschreibung von Inkonsistenzen verschiedener wissenschaftlicher Meinungen ab.
- Ein wesentlicher Teil der wissenschaftlichen Ausarbeitung dient der Einführung in das Themengebiet und der Abgrenzung zu anderen Arbeiten.
Die obige Auswahl zeigt, wie wichtig der Umgang mit wissenschaftlichen Publikationen bei der Erstellung eines eigenen Artikels ist. In diesem kurzen Beitrag geben wir einen Überblick über die bei der Recherche zur Verfügung stehenden Quellen und Portale.
Die Recherche
Eine umfassende Recherche und Auswertung der relevanten Quellen kann die Qualität eines wissenschaftlichen Beitrags erhöhen. Es wurden bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht, die Tipps zum Recherchieren geben. Alle Universitätsbibliotheken haben verschiedene Werke zum Thema “wissenschaftliches Arbeiten” im Bestand. Wir empfehlen zudem, sich auf der Webseite Ihrer Universitätsbibliothek über die zur Verfügung stehenden Recherchekataloge und freigeschalteten Onlineportale zu informieren.
Die nachfolgende Liste gibt lediglich einen Überblick über gängige Suchmaschinen und Portale, die man bei einer Literaturrecherche heranziehen kann. Die Art und Anzahl der freigeschalteten Artikel auf den unterschiedlichen Portalen hängt teilweise von den Lizenzen Ihrer Hochschule ab.
| Name |
Link |
Beschreibung |
| Google Scholar |
scholar.google.de |
Suchmaschine für wissenschaftliche Artikel |
| Dissonline |
www.dissonline.de |
Online Rechercheportal für Dissertationen und Habilitationen |
| Springerlink |
www.springerlink.de |
Umfangreiches Online Portal, das sowohl Bücher als auch Zeitschriften enthält |
| Karlruher Virtueller Katalog |
www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html |
Der KVK ist ein sog. Meta-Katalog, der die Recherche in unterschiedlichen weltweiten Katalogen ermöglicht |
| Deutsche National Bibliothek |
portal.dnb.de |
Rechercheportal der Deutschen National Bibliothek |
| Citeulike |
www.citeulike.org |
Wissenschaftliches soziales Netzwerk, in dem aktuell über 6 Mio. wissenschaftliche Artikel indexiert und miteinander in Beziehung gesetzt werden |
| BibSonomy |
www.bibsonomy.org |
Wissenschaftliches soziales Netzwerk, in dem die Benutzer Publikationen im BibTex-Format veröffentlichen bzw. referenzieren können. |
| IEEE Xplore Digital Library |
ieeexplore.ieee.org |
Portal des Institute of Electrical and Electronics Engineers. Zugriff auf zahlreiche Journals und Proceedings und IEEE Standards |
| IEEE Computer Society |
www.computer.org |
Portal der IEEE Computer Society. Entgegen IEEE Xplore sind in diesem Portal vorrangig informatiknahe Beiträge zu finden |
| ACM Digital Library |
dl.acm.org |
Portal der Association for Computing Machinery. Zugriff aus Journals und Proceedings |
| Science Direct |
www.sciencedirect.com |
Portal des Elsevier Verlags. Zugriff auf Journals, Proceedings und Büchern aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Zurzeit 10 Mio. Publikationen online |
Unsere Zusammenstellung hat nicht den Anspruch der Vollständigkeit. So ist es beispielsweise ratsam, sich über weitere Veröffentlichungen eines Autors oder einer Autorin auf seiner bzw. ihrer persönlichen Webseite (meinst bei einer Hochschule) zu informieren. Weiterhin steht mit der DBLP Computer Science Bibiography eine umfassende Recherchemöglichkeit für Tagungsbücher bzw. zu einzelnen AutorInnen zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihrer persönlichen Recherche!
Wir haben für Sie das PDF des Tagungsbandes der SKIL 2011 auf unserer Webseite online gestellt. Daneben ist es demnächst über das Qucosa Portal verfügbar. Bitte zitieren Sie das Tagungsband wie folgt
Sören Auer, Thomas Riechert, Johannes Schmidt (Hrsg.): SKIL 2011 – Studentenkonferenz Informatik Leipzig 2011, Leipziger Beiträge zur Informatik Band XXVII, Leipziger Informatik-Verbund (LIV), 2011 – ISBN 978-3-941608-14-6
Einige Restexemplare des gedruckten Tagungsbandes können Sie direkt bei uns erwerben. Bitte schicken Sie uns dazu eine E-Mail.
Hinweise für Studierende
Wir empfehlen allen Studierenden, die einen Beitrag zur SKIL 2012 einreichen wollen, sich zuvor das Tagungsband der letztjährigen Konferenz näher anzuschauen. Bitte orientieren Sie sich hinsichtlich der Textformatierung und Strukturierung Ihres Textes an den Beiträgen aus dem letzten Jahr.
Hinweise für Sponsoren
Das Tagungsband zur SKIL 2011 enthält sowohl eine Liste der Sponsoren als auch zwei Anzeigen. In diesem Jahr wollen wir den Tagungsband ähnlich gestalten. Sofern Sie Interesse haben, die SKIL 2012 zu unterstützen, können Sie uns gern ansprechen. Wir erstellen gemeinsam mit Ihnen das passende Sponsoringpacket zusammen.
Heute haben wir die SKIL 2012 in EasyChair angelegt. Dabei handelt es sich um eine Online-System zum Verwalten der Einreichungen für vornehmlich wissenschaftliche Konferenzen. Für uns als Organisatoren hat dieses System den Vorteil, dass wir den Reviewprozess einfach online verwalten können. Für Sie als AutorInnen bietet EasyChair eine einfache Möglichkeit, Ihren Beitrag einzureichen bzw. hochzuladen. Wir werden in den nächsten Wochen in einem Blogeintrag kurz die wichtigsten Funktionen von EasyChair beschreiben.
Sie können ab sofort Beiträge bis zum 28.07.2012 im EasyChair-System für die SKIL 2012 einreichen.
Wir haben zwei Folien zusammengestellt, die die wesentlichen Informationen zur SKIL 2012 zusammenfassen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns bei der Verbreitung des aktuellen Call for Papers helfen und z.B. die Folien im Rahmen einer Lehrveranstaltung vorstellen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
In Vorbereitung auf die Konferenz haben wir uns entschieden, in den nächsten Wochen und Monaten verschiedene Aspekte der Erstellung eines Artikels (Papers) näher zu beleuchten und zusammenzufassen. Wir haben uns das Ziel gesetzt, verschiedene Tipps, Buchreferenzen und Hinweise zu veröffentlichen, die es Ihnen erleichtern sollen, einen hochwertigen Beitrag bei der SKIL 2012 einzureichen. Dabei wollen wir uns im Groben mit folgenden Themenkomplexen auseinandersetzen:
- Wissenschaftliches Recherchieren
- Lesen von wissenschaftlichen Artikeln
- Strukturierung von wissenschaftlichen Artikeln
- Fallstricke bei einer Einreichung
- Worauf Reviewer und Konferenzorganisatoren achten
Die grundlegenden Fähigkeiten zum wissenschaftlichen Arbeiten werden als Teil der akademischen Ausbildung an allen deutschen und internationalen Hochschulen vermittelt. In Seminaren wird der Studierende auf die Herausforderungen der Bachelorarbeit und Masterarbeit vorbereitet. Jedoch stellen Konferenzen und Fachzeitschriften i.d.R. sehr viel strengere Ansprüche an die wissenschaftliche Methode, den wissenschaftlichen Kern und den Schreibstil.
In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche Publikationen veröffentlicht, die dem Leser methodische und praktische Hinweise zum Erstellen einer guten wissenschaftlichen Arbeit vermitteln sollen. Wir wollen an dieser Stelle das Rad nicht neu erfinden, sondern Ihnen lediglich einen kleinen Überblick verschaffen. Wir werden Ihnen in den nächsten Wochen ausgesuchte Quellen empfehlen, die Ihnen helfen werden, Ihren ganz persönlichen Arbeitsstil und die somit auch die Qualität Ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu verbessern. Und selbst, wenn Ihr Beitrag auf der SKIL 2012 nicht akzeptiert wird, hilft Ihnen dieses Wissen spätestens bei Ihrer nächsten Abschlussarbeit weiter. Es lohnt sich!
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Preise für Best-Paper
- 1. Preis Samsung Galaxy Tab 10.1
- 2. Preis Ein Buch aus dem Hause O’Reilly
- 3. Preis Ein Buch aus dem Hause O’Reilly
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